Einen eigenen Piratenserver betreiben …

Piratenserver - pd-nc von David LanhamFrüher hat man auf dem Schulhof Musik und Computerspiele getauscht, dann als Student im Studentennetzwerk und später dann per Tauschbörse im Internet. Leider ist unser Urheberrecht sehr restriktiv und konnte wenig mit den neuen Möglichkeiten des Internets anfangen, weswegen unser Justizsystem erst mal mit harten Strafen, wie immer auf alles Neue und Bedrohliche, reagiert hat.

Dabei wiederholt sich die Geschichte. Damals als das Radio neu erfunden war glaubten die Menschen die Luft gehört uns doch allen und jeder kann seinen eigenen Radiosender betreiben. Doch die Frequenzen wurden reguliert und an kommerzielle Radiosender verkauft. Die freien Radiosender, die sich keine teure Sendefrequenz leisten konnten, wurden in die Illegalität gedrängt und als Piratensender verfolgt.

Etwas ähnliches passiert gerade im Internet, wobei der Unterschied ist, dass die Radiofrequenzen nur im begrenzten Umfang zur Verfügung stehen, das Internet hingegen aber unbegrenzt ist. Deswegen versucht man eine künstliche Begrenzung einzuführen, um das Internet besser vermarkten zu können. Die Telekom drosselt die Anschlüsse, damit ihre eigenen kostenpflichtigen Angebote genutzt werden und nicht kostenlose Konkurrenzprodukte. Anbieter wie Megaupload werden mit unsauberen juristischen Tricks abgeschaltet. Mit der Störerhaftung versucht man die Bevölkerung davon abzuhalten, ihr WLan anderen frei zu geben.

Eigener Piratenserver per WLan

Hier setzt unsere Idee an. Während man einen Server im Internet nur mit erheblichen Aufwand anonym betreiben kann, ohne dass er von der Justiz abgeschaltet wird, kann man per WLan relativ sicher einen eigenen Server betreiben. Dieser müsste erst einmal angepeilt werden, dann müsste ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt werden. Es besteht die Hoffnung, dass dieser Aufwand wegen einer geringfügigen Urheberrechtsverletzung nicht betrieben wird. Dabei ist das Prinzip das gleiche wie damals auf dem Schulhof. Man trifft sich in der Fußgängerzone und tauscht per WLan Daten aus oder in seiner Nachbarschaft.

Hier gibt es eine Anleitung wie man mit etwas Bastelarbeit einen batteriebetriebenen mobilen WLan-Piraten-Server baut.

Im Grunde ist es das Ganze sehr einfach. Man besorgt sich einen passenden WLan-Router wie den TL-WR1043ND. Der hat eine USB-Schnittstelle an die man einen Stick oder eine Wechselfestplatte hängen kann und fertig ist der WLan-Server. Wenn man das WLan ohne Passwort freigibt, kann jeder auf die Festplatte zugreifen und etwas hoch- oder runterladen. Noch kompakter wird es, wenn man sich gleich eine Wechselfestplatte mit WLan kauft. Wenn man sich mit diesen mobilen Piratenservern irgendwo in der Stadt trifft und Daten austauscht wird es sehr schwer für die Behörden dies zu unterbinden. Wenn man das Ganze in der Nachbarschaft betreibt, sollte man den Server regelmäßig in eine andere Wohnung stellen, um das Anpeilen und auffinden schwieriger zu machen.

schlechte Ideegute Idee (+16, 16 St.)
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2 Responses to “Einen eigenen Piratenserver betreiben …”

  1. Topsi 2013-05-28 at 13:57 #

    Waere cool wenn die Piratenpartei mal zu sowas aufrufen wuerde!

  2. Surfer 2013-06-1 at 20:27 #

    Sie können uns drosseln und zensieren aber unseren Widerstand brechen sie nicht!

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